Der Frosch im Neandertaler

Der Neandertaler

handelt vom Hunger alles lebendigen, beschreibt an Hand einer Idee die parabelartig einen Storch vorgibt der auf der Jagd nach einem Frosch ist – ihn zu fangen und zu fressen. Dieser Frosch hat indes jedoch gewichtige Freunde, da ist einmal ein alter Haudegen, der unterirdisch herumwühlt und neben dem hochintelligenten Bau von Gangsystemen gelegentlich auch schon einmal Würmer frißt, und ein anderes Mal ist da auch noch eine Biene, ein fabelhafter Freund, der mit seinem Stachel darüber wachen mag, daß dem Frosch kein Leid geschieht …

Meine Autobiographie ist nicht einfach nur die Erzählung eines Lebens wie sie im allgemeinen die Biographien der Menschen dieser Welt ja wohl doch sind. Ich – lebte nicht unter Kanibalen oder heimtückischen Meuchelmördern, nicht unter vergewaltigenden Monstern oder Kinderschändern, mich traf niemals die Faust im Nacken, mir trat niemand ins Gesicht, ich wurde nicht verleumdet oder daß man mich hinterging, belog, würdelos mit Untreue begegnete, mich hat nie wer bestohlen, ich war niemals unter Geiern oder daß ich rötlicher Asfresser werden mußte, ich war immer satt – übersatt, zu jeder Zeit, Hunger und Armut waren mir beständig unbekannt, ich fror nicht an kalten Tagen, mein warmes Herz hatte beständig Platz – machte Energien frei – nicht nur mich, zu wärmen.

Ich hatte keine Fehler …, nein, einen, ich war beständig – zu fleißig!

Aber ich lebte nicht unter Ignoranten, Angebern und Möchtegerns, beständig war die Anerkennung der Leistung auf der Basis eines gesunden Urteils – das zudem abgeklärt, aus Psyche und Geist ohne neidisch kränkelnde pseudo-Coolness – das Lebenselexier, das mich auf meinem Weg durch das Leben, das natürlich auch durch meine Mitmenschen tangiert war, welches in Würde, Anstand und Fairness, wärmend – durch mein ganzes Leben drang.

Mich hat nie jemand verletzt. Niemals grenzte man mich aus. Ich unterlag keiner Überwachung, keinem Terror, keiner Schmähung oder Beleidigung. Ich durfte Christ sein und evangelisch.

Warum ich also dennoch, meine Autobiographie schrieb:

Vielleicht nicht weil ich als junger Mann zur Kirche ging, und wahrscheinlich auch nicht, weil ich als Kraftfahrer bei den Soldaten der britischen Rheinarmee verdingt, von einem der britischen Offiziere gehört habe, daß der Türke z.B. – bewiesener Maßen, während des Korea-Krieges – der tapferste Soldat gewesen ist, den er jemals erlebt hat. Vielleicht auch nicht, weil ich von den Soldaten dort – englisch gelernt habe.

Auch glaube ich nicht, daß jemand darum eine Autobiographie schreiben will, weil er von seiner Mutter – die selber nicht lesen und schreiben konnte – schon im Vorschulalter das Lesen beigebracht bekommen hat – mit der Bibel.

Und bestimmt nicht, schreibe oder schrieb ich meinen Lebenslauf darum, weil ich mich wiedererkannt habe, in den Figuren der so sehr vielen Lesewerke in meinem Leben, die ich seit meiner Kindheit unentwegt konsumieren mußte. Keineswegs schrieb ich aus religiösen Gründen dieses Werk, etwa weil meine Phantasie bei all dem nicht fußenden, täuschetechnischen Wiedererkennen – einen Dämon erkannte, den es gibt, und der mir etwa nicht bloß einmal meine Hand lenkte, dort zumal – wo ich aus weiter Entfernung, eine winzig kleine Glasscheibe mit der Steinschleuder (Aachen: Flitsche), so präzise traf, wie dereinst der biblische Goliath getroffen wurde, so jedenfalls, daß dieses Erlebnis zu einem Schlüsselerlebnis für mich wurde …, nein, nein! Ich schrieb, weil ich fleißig war.

Der Neandertaler – kaufen

Apropos – kaufen, der Verlag bei dem „Der Neandertaler“ verlegt wurde, hat mir vor einigen Tagen mitgeteilt, daß er – falls ich keinen Widerspruch erhebe, das kleine Buch nun auch, als eBook herausgeben wird. Ich habe keinen Einspruch dagegen erhoben.

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