BM’s Journalismus, -!

In diesem Menü mag ich mich Ihnen in allen zugehörigen Untermenüs outen.
Ich will Ihnen dort zeigen welcher Art Talent der Journalismus den ich betreibe ist.

Hier aber – an dieser Stelle, steige ich in einen Versuch ein, Dämonisches zu offenbaren. Dämonisches, das aus der Sprache und den Begriffen erkennbar wird, wenn man Kur versteht:

Einstieg in eine terminologische Verführtheit aus Kur’s Gnaden

Na gut (!) – ich fange einfach einmal mit der Reportage an und arbeite mich – müde wie ich bin, entsprechend meiner Intuitionen Stück für Stück nach vorne. Sicher, ich müßte eigentlich versuchen eine Gliederung für das was ich hier erreichen will – zu gestalten, da ich aber außer im Journalismus vor allem auch in der Literatur arbeite und deren Terminologie für mindestens genauso wichtig ansehe, verlaße ich mich erst-mal  lieber auf meinen Instinkt …

Reportage

frz. reportage: Berichterstattung

Die Gattungsbezeichnung Reportage umfasst im allgemeinen Sinne Tatsachenberichte, die in den verschiedensten publizistischen Medien zu finden sind. Als journalistische Gebrauchsform intendiert die Reportage gleichermaßen Information und Unterhaltung. Die Spannung zwischen diesen beiden Polen ist ein Charakteristikum der Reportage, die ihr unterschiedlichste Spielarten ermöglicht. Hier lassen sich zumindest zwei komplementäre Tendenzen festhalten: Zum einen ist die Information der Ausgangspunkt, um daran eine spannende Story anzuknüpfen, zum anderen bildet eine interessante Geschichte den Eingang, um in ihr zu vermittelnde Informationen einzubetten. Die zentrale Funktion der Reportage bleibt in jedem Fall die Vermittlung von spezifischen Ereignissen, die der Reporter (als Autor) für sein breites Publikum (als Adressat) besorgt und über ein spezifisches Medium vermittelt (Presse-, Rundfunk- und Fernsehreportage).

Feuilleton

frz. Feuilleton: Blättchen

Als Feuilleton bezeichnet man zunächst traditionell den Kulturteil einer Zeitung, d.h. die Sparte, in der Nachrichten aus dem kulturellen Leben, Kritiken [QV: Literaturkritik], Essays, Glossen, Interviews etc. zu den Künsten, zu Alltags- u. Freizeitkultur, zu den (Geistes-) Wissenschaften, aber auch literarische Texte und künstlerische Abbildungen versammelt sind. „Was heute in speziellen Beilagen oder Sparten erscheint, z.B. Reise, Wissenschaft, Medien, war früher oft Teil des Feuilletons. Umgekehrt nimmt das Feuilleton immer häufiger Themen der Politik, Wirtschaft, Technik, Naturwissenschaften in sich auf.“

Nachricht

Die Nachricht ist die wichtigste informierende Darstellungsform des Journalismus. Das in ihr berichtete Ereignis muß neu, wichtig oder interessant sein. Neuheit bedeutet, daß das Geschehene vom Alltäglichen abweicht. ‚When a dog bites a man, that´s not news‘, sagt man in Amerika, ‚when a man bites a dog, that´s news‘. Wichtig ist, was das Publikum direkt betrifft, wonach es sich richten kann oder muß. „Das können Gesetzesänderungen, aber auch Straßensperren sein.“ Das Interessante schließlich ist nicht immer wichtig. Es findet dennoch oft in die Nachrichten Eingang, weil es das Bild von der Welt wesentlich mitprägt „Kuriositäten, Verbrechen oder die Heirat eines Filmschauspielers“. In der Regel ist die Aktualität des Berichteten „!der ‚Aufhänger‘! durch die zeitliche Nähe der Ereignisse gegeben „der vergangene oder gegenwärtige Tag“. …

Feature

engl. to feature: vorrangig vorstellen, das charakteristische Merkmal zeigen

Im Bereich der Printmedien ist Feature ein schillernder Sammelbegriff für leichte Lesestoffe. Es ist nicht an die Strenge der Nachricht gebunden, hat aber doch zum Ziel, eine Analyse von Tatsachen vielfältig zu illustrieren. Dabei helfen besonders Elemente der Reportage und des Interviews. Um einen an sich undramatischen Stoff zu gestalten, werden atmosphärische Schilderungen und Zitate zurate gezogen. Der Wechsel von Anschauung und Abstraktion, Schilderung und Schlußfolgerung sowie die Ergänzung des Gesehenen durch das Wissen der oder des Schreibenden charakterisieren das Feature. In Zeitschriften, die nur wenige sogenannte ‚hard news‘ publizieren, kann man viele Texte als Feature bezeichnen. In Tageszeitungen findet sich diese Form häufig auf den Seiten „Vermischtes …

Interview

Häufig ist die Befragung von Personen Bestandteil der journalistischen Recherche und noch kein Interview im eigentlichen Sinne. In seiner Reinform ist das Interview ein ungeschnittenes Live-Gespräch, das vor allem in Rundfunk und Fernsehen verbreitet ist. Die große Leistung dieser weitgehend informativen Darstellungsform besteht in der Authentizität. Wegen seiner Anschaulichkeit und der Benutzung der leserfreundlichen gesprochenen Sprache ist das Interview in den letzten Jahren jedoch auch für die Printmedien attraktiv geworden …

Porträt

Das Porträt basiert meist auf einem Gespräch, das der Journalist mit der betreffenden Person geführt hat. „Sollte das nicht der Fall sein, die Angaben nur aus Papier- und Online-Archiven zusammengestellt sein, spricht man von einem ‚kalt‘ geschriebenen Porträt.“  Es bietet Informationen auf unterhaltsame Weise. Häufig ist eine aktuelle Nachricht der ‚Aufhänger‘ für ein Porträt – etwa wenn die Fußball-Nationalmannschaft einen neuen Trainer, die Partei einen neuen Vorsitzenden bekommt oder ein Schriftsteller einen runden Geburtstag feiert. Das Porträt dokumentiert in der Regel den öffentlichen Lebensweg, aber auch Interessantes aus dem Privatleben einer Person. Die Grenzen zu Reportage, Interview, Bericht, Feature und nicht zuletzt dem literarischen Porträt, ein bis in die antike Literatur zurückreichendes Genre, sind fließend …

Kommentar, journalistischer

Anders als der „philologische Kommentar“, der biographische Entstehungsbedingungen, sprachliche Besonderheiten und die Überlieferungsgeschichte eines literarischen Textes zum Zweck der Interpretation erläutert, ist der journalistische Kommentar eine klar meinungsäußernde Darstellungsform. Er steht damit im Gegensatz zu den rein informativen journalistischen Genres wie der Nachricht und dem Bericht. In der Regel steht er an prominenter Stelle im Blatt, das heißt auf der ersten Zeitungsseite oder der ersten Seite des jeweiligen Ressorts. Aus dem Kommentar läßt sich (vor allem politische) Haltung einer Zeitung ablesen. Deswegen wird er meist von leitenden Redakteuren verfaßt. Der sogenannte Leitartikel ist eine Form des Kommentars …

Kolumne

von engl. column: Säule, Spalte

Unter einer Kolumne versteht man einen inhaltlich nicht festgelegten, regelmäßig erscheinenden Beitrag, der meist vom selben Autor an der selben Stelle in einer Zeitung publiziert wird. Oft beschäftigen die Zeitungen prominente Personen des öffentlichen Lebens als Kolumnenschreiber …

Bericht

Der journalistische Bericht (eigentlich war meine Einsamkeit als Bericht konzipiert) wird oft als der größer geratene Zwillingsbruder der Nachricht bezeichnet. Viele Charakteristika der Nachricht – von der Objektivität über die Anordnung ihrer Elemente mit absteigender Wichtigkeit bis zur Verständlichkeit der Sprache – gelten auch für den Bericht. Aufgrund seines größeren Umfangs können hier allerdings mehr Zusammenhänge dargestellt, Hintergründe und Vorgeschichte der Ereignisse vertieft und interpretiert werden. Die sachliche Analyse steht im Mittelpunkt. Wenn etwa von Konferenzen oder Parteitagen berichtet wird, sollte dem genauen Zitieren besondere Aufmerksamkeit gelten. Immer muß klar sein, wer was gesagt hat. Der richtige Gebrauch des Konjunktivs (und wie man ihn im Interesse der Lesefreundlichkeit geschickt vermeidet) gehören u.a. zu den handwerklichen Grundvoraussetzungen …

Glosse

Wie der Kommentar ist die Glosse eine meinungsäußernde journalistische Darstellungsform. Obwohl sie oft als leicht lesbarer Text daherkommt, muß ihr Autor eine große Sachkenntnis über den zu glossierenden Gegenstand besitzen und über ein sehr gutes Ausdrucksvermögen verfügen. Denn in erster Linie unterscheidet sich die Glosse vom Kommentar nicht im Thema, sondern in ihrer sprachlichen Form. Hier wird polemisch oder satirisch eine (meist) aktuelle Nachricht des Tages aufs Korn genommen. Die Glosse zeichnet sich durch Eleganz in der Formulierung, eine schlagende Beweisführung und überraschende Pointen aus. Eines der beliebtesten Stilmittel von Glossenschreibern ist die Ironie, die freilich auch zur Quelle von Mißverständnissen werden kann. Als beispielhafte Glosse gilt in der bundesdeutschen Zeitungslandschaft im allgemeinen das „Streiflicht der Süddeutschen Zeitung“. …

Die drei kleinen Pünktchen am Ende eines jeden Abschnitts bedeuten natürlich, daß hier noch etwas zu folgen hat …, mit diesem Einstieg in die Normalsphäre der Terminologie der Journalistik, will ich erst-einmal eine normale Sicht gewähren. Es soll das Ganze ausbrüten, so dachte ich, wenn also die Zeit dann reif ist, werde ich Kur, zu kompromittieren trachten.

Bernhard Malinkewitz

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