Bildung

Gast – Gäste – Gastfreundschaft(en)

Ob man in einem Imbiß das Hähnchen mit Messer und Gabel essen muß, wurde ich einige Male in meinem Leben gefragt.

Welche Erfahrungen ich indes mit der Gastfreundschaft gemacht habe, und ob auch in fremden Ländern, danach gefragt worden war, das und anderes mehr, möchte ich hier erzählen.

Wenn Sie Gäste haben, sie betreuen und verwöhnen mögen – privat, dann lesen Sie das Folgende:

Zu allen Zeiten war es für den lebenden Menschen ein Zeichen des Wohlstandes und der Gastfreundschaft, schöne, angenehme oder auch rauschende Feste zu feiern.

Schon vor den Griechen der Antike pflegten die Völker kultivierte Geselligkeit und lebten. Die Griechen indes mußten schließlich erleben, wie sich aus ihrer Feste-Sinnlichkeit, vor allem bei den ihnen in vielerlei Hinsicht nachfolgenden Römern sittenlose Ausschweifungen entwickelten. Heutezutage wird in der jetzigen Gesellschaft, mehr und mehr die Verarmung der Kontaktfähigkeit wirklich beklagt. Die Menschen igeln sich schon zu oft, Zuhause ein. Nichtssagende, distanzierende Worte in der persönlichen Umgebung, am Arbeitsplatz, auf der Straße oder beim Einkauf werden zwar ausgetauscht, aber eben kontaktarm. Die vielen von uns von früher bekannten, unterhaltsamen Gespräche, die nicht bloß Vergnügen und Entspannung brachten, werden immer seltener.

Gastfreundschaft ist ein Ausdruck kultivierten Lebensstils

Das natürliche Bedürfnis nach wärmend angenehmer Geselligkeit und der Wunsch, andere Menschen bei einem Erlebnisaustausch kennenzulernen, steckt allerdings in uns allen. Er bereichert uns. Also, warum, nehmen wir uns nicht einfach einmal die nötige Zeit und nutzen die Gelegenheit uns selbst und unseren Gästen hin und wieder einmal ein gesellschaftliches Ereignis, zu gönnen. Solch kluges Tun, ist absoluter Ausdruck eines wirklich kultivierten Lebensstils.

Die Gastfreundschaft macht sinnlich und froh, sie bereichert uns oft mit einer jahrzehntelang anhaltenden guten Erinnerung

Eine herzliche Begegnung bleibt lange in Erinnerung

Nicht nur als Begriff macht Gastfreundschaft in ganz besonderer Bedeutung, die Erlebnisse die ich im Aus- oder Inland während meiner aktiven Lebensbejahung erfahren durfte, haben mich unvergeßlich geprägt. Ich genoß oftmals mit geradezu elegantem Verstehen, die Gastlichkeit bei völlig fremden Menschen, Menschen, die mich in ihrer Familie wie ihren Sohn aufgenommen hatten und mich immer wieder, mit allem bewirteten, was denkbar war. So erlebte ich Speisen und Getränke wie nie zuvor. Ich blieb häufig über Nacht, selbst mit Bekleidung wurde ich einige Male bedacht. Daß ich immer wieder auch am Familienleben teilnehmen durfte, etwa um auch von Kultur, Sitten und Gebräuche zu erfahren, war beständig als exorbitantes Highlight, zu verstehen. Wenngleich meine Fremdsprachenkenntnisse damals zu Wünschen übrig ließen, und ich mich mit meinen Begegnungen sprachlich nicht verständigen konnte, waren es immer, die herzlichsten Treffen überhaupt.

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